Jüdisches Viertel Kazimierz

Auf allen Straßenplänen des Krakauer Zentrums erscheint seit Jahren neben der Altstadt und dem Wawel auch der Stadtteil Kazimierz. Das unweit des Zentrums gelegene Viertel war früher eine eigene Stadt. Nach den tragischen Ereignissen des Zweiten Weltkrieges und der Vernichtung der Juden durch die Nazis war dieser Stadtteil entvölkert und verfiel im Lauf der Jahrzehnte zusehends.

Zur heutigen spontanen Entwicklung des Viertels hat die politische Wende in den achtziger und neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts beigetragen. Dank Steven Spielberg, der hier seinen mit zahlreichen Oscars preisgekrönten Film Schindlers Liste gedreht hat, kam Kazimierz auf die Kinoleinwand. Das weltberühmte Festival der Jüdischen Kultur, das seit Anfang der neunziger Jahre stattfindet, konzentriert sich auf die Geschichte und Traditionen der Menschen, die hier einst lebten. Veranstaltet werden Konzerte, Workshops, Vorträge und Ausstellungen. Heute kann bereits von einer Wiedergeburt dieses Stadtviertels gesprochen werden, das ein ganz eigenes Gesicht gewonnen hat. Den Schlüssel zum Verständnis der heutigen Popularität von Kazimierz ist die über Jahrhunderte gewachsene Toleranz dieses Ortes: Hier lebten Jahrhunderte lang zwei Völker und zwei große Religionen nebeneinander. Nur wenige Schritte von den Synagogen entfernt stehen die gotischen Bauten der katholischen Katharinen- und der Fronleichnamskirche. Die Klosterkirche der Pauliner „Auf dem Felsen“ („Na Skałce“) ist jährlich Ziel einer großen Prozession zum Namenstag des heiligen Stanislaus. In den Cafés, Clubs und Galerien versammeln sich alle, für die der Markt und dessen Umgebung zu „touristisch“ geworden sind.

Jeder Besucher entdeckt den ungewöhnlichen Charakter von Kazimierz für sich, wo neben exklusiven Hotels und Restaurants immer noch kleine Handwerksbetriebe liegen – man findet hier noch kleine Geschäfte mit lokalen Design. Um das alles zu sehen, lohnt es sich, einen Abstecher in die Nähe des Nowy-Platzes zu machen, durch die Miodowa-, die Józefa- und vor allem die Szeroka-Straße zu flanieren, wo alljährlich das Abschlusskonzert des Festivals der Jüdischen Kultur stattfindet. Für Liebhaber von Antiquitäten und Trödel ist Kazimierz ausgesprochen attraktiv. Auf dem Nowy-Platz und vor der unweit gelegenen Markthalle im benachbarten Stadtteil Grzegórzki finden wöchentlich Antiquitätenmärkte statt.

Krakau ist auf jedem Fall Besuch wert! Altstadt mit Marienkirche, Wawel mit Königsschloss und Kathedrale, Kazimierz – das ehemalige jüdische Stadtviertel mit ihren Synagogen, Schindlersfabrik und ehemaliges Ghettogebiet in Podgórze und noch mehr wartet auf Sie! Wir empfehlen Ihnen diese wunderschöne Stadt am besten zusammen mit lizenziertem Stadtführer zu entdecken! Ihre kostenlose Anfrage zur Stadtführung in Krakau können Sie direkt an: germanguide.krakau@gmail.com senden. Wir würden uns sehr über Ihren Anruf zum Thema Stadtrundgang in Krakau freuen: +48 508 202 860.

Mehr erfahren Sie auf der Website: www.stadtfuehrer-krakau.de




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